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Gedichte für Journalist zum Geburtstag

  • ZUM GEBURTSTAG FÜR MEINEN FREUND
    - ER IST JOURNALIST -

    Lieber Freund,
    Du bist ein bekannter Journalist,
    seit langer Zeit, das kann man sagen,
    ein guter Freund Du von mir bist,
    verzeih, ich will betonte Worte wagen.

    Der Journalist als die Person,
    die namentlich Berichte schreibt,
    sitzt manchmal wie auf einem Thron,
    der Leser Untertan dann bleibt.

    Ein Journalist landauf, landab,
    ist eigentlich nicht zu beneiden,
    Zeitdruck, Termine und trapp, trapp,
    sind seine großen Leiden.

    Schafft er gebunden oder frei?
    Schafft er in einer Redaktion?
    Sind Überstunden auch dabei?
    Ist er zufrieden mit dem „Lohn"?

    Die Frage muss er selbst sich stellen.
    Pressefreiheit ist ein hohes Gut.
    Hat er auch genügend Quellen?
    Ist er ohne Übermut?

    Am liebsten sind ihm Sensationen,
    Katastrophen, krumme Fälle,
    vor allem bei Politpersonen,
    oder Mord in einer Zelle.

    Das gibt Geschichten, exklusive,
    die tollsten Storys weit und breit,
    und kommt er in die Defensive,
    dann kontert er: Einmaligkeit.

    Die Journalisten dazu neigen,
    mehr zu schreiben, als man darf,
    in den Berichten alles zeigen,
    gelegentlich wohl auch recht scharf.

    Ein Sprichwort, das wir alle kennen:
    „Politisch Lied, ein garstig Lied",
    muss man da auch den Journalismus nennen?
    In der Bevölkerung man es so sieht.

    Der Presseausweis ist ein Privileg,
    das man so, allgemein nicht kennt,
    er öffnet dem Besitzer manchen Weg,
    er ist quasi ein Patent.

    Der Eintritt zu Events wird kostenlos,
    selbst Autohändler geben da Rabatt,
    man schwelgt mit Lust in Agenturbüros,
    solch Tun ist Vorteilnahme satt.

    Was sind und tun die Journalisten noch?
    Von Agenturen werden sie umgarnt.
    Ob Politikgeschehen oder Sommerloch,
    sie treiben Meinungsbildung, gut getarnt.

    Ohne Journalisten gäbe es keine Presse,
    also keine Zeitung, kein Journal,
    das wäre dann eine Malaise,
    Berichte lesen ist vergnüglich, allzumal.
    Alles Gute zum Geburtstag
    © Egon Eisenmann
  • GEDICHT FÜR REDAKTEUR
    - SOMMERLOCH IM BLÄTTERWALD -

    Sommerloch im Blätterwald -
    dem Redakteur wird's heiß und kalt -
    rasch schickt er auf die Pisten
    Reporter, Journalisten,
    auch ein paar Fotografen -
    wer denkt da schon an's Schlafen.

    Da draußen gibt's Geschichten -
    fehlt Wahrheit, muss man dichten.
    Verdecktes zu enthüllen
    hilft leere Spalten füllen.
    Das Dunkle muss ganz schnell an's Licht -
    die Konkurrenz schläft sicher nicht.

    Ein Textchen hier, ein Foto dort,
    fix recherchiert und wieder fort,
    weil Zeitdruck drückt - und Zeit ist Geld -
    und nichts umsonst vom Himmel fällt.
    Wer hat zuerst die Nase vorn -
    und wer entdeckt das Wahrheitskorn?

    Wer stöbert gut in Müll und Mief,
    der hat die Story - exklusiv.
    Ist auch verschlossen Tür und Tor,
    legt man den Presseausweis vor.
    Ja, manchmal gibt's sogar Rabatt -
    kein Neid, kein Neid, wer hat der hat.

    Hansdampf in allen Ringen -
    das muss man erst mal bringen:
    Tiergeschichten, Klatsch und Dramen,
    Familienkram und Rotlichtdamen,
    Königsschlösser, Armenhäuser,
    Schlägertypen, Duckemäuser . . .

    Rituale, alte Bräuche,
    Babyspeck und Babybäuche,
    Sommertraining auf der Schanze,
    Boxen, Schwimmen, Tour de France,
    Reiten, Tennis, Hallensport,
    Raufereien, Totschlag, Mord . . .

    Politik und Kriegsschauplätze,
    tief im Meer versunkne Schätze,
    Designer, Models, Modeschau,
    Dreisterne-Köche, Film, TV,
    Wellness, Fitness, Reduktion,
    langsam stöhnt die Redaktion . . .

    Stories gibt's wie Sand am Meer -
    doch wo kriegt man Stories her?
    Ist's nicht wie beim Huhn, dem blinden:
    Kunst und Glück braucht's, sie zu finden!
    Und so liest man morgen schon
    die Super-Bomben-Sensation . . .

    Währenddessen strickt die Leitung
    längst schon an der nächsten Zeitung -
    lässt sich von den PR-Schönen
    aus den Agentur'n verwöhnen,
    sagt dem Fußvolk: „Da geht's lang!"
    Dafür einmal „Vielen Dank!".
    © Renate Wagner
  • SPRUCH ZUM GEBURTSTAG JOURNALIST
    - DANN IST MAN VOLONTÄR -

    Um Journalist zu werden, braucht man das Abitur,
    doch das ist nur ein Bildungsstand,
    denn ehe man auf dem Berufsparkur
    muss man studieren, solange ist man Aspirant.

    Das Fach zu wählen, ist man ziemlich frei,
    Geschichte, Germanistik, sogar Sport
    und andere Fächer noch, wie dem auch sei,
    man braucht halt einen Studienort.

    Dann ist man eines Tages graduiert,
    doch darf man als Student es nicht versäumen,
    dass man bei Zeitungen auch volontiert,
    sonst kann man vom Beruf als Journalist nur träumen.

    Eines Tages bekommt man dann die Stelle,
    die man ersehnt, dann ist man Volontär,
    sozusagen ein Journalist Geselle
    mit einem mäßigen Salär.

    Ist auch diese Zeit vorbei,
    dann ist man fertiger Journalist
    und man kann, gebunden oder frei,
    berichten wann und wo man ist.

    Alles Gute zum Geburtstag
    © Egon Eisenmann

  • GEBURTSTAGSGEDICHT JOURNALIST
    - IST JOURNALISMUS WISSENSCHAFT -

    Du bist ein bekannter Journalist,
    ich schreibe Dir, weil Du zu ehren bist.
    Was mir noch nie so recht geläufig war,
    das lege ich nun schriftlich dar.

    Im Lexikon hab ich gelesen,
    Journalismus sei das Zeitungswesen
    und Journalist sei jene Kraft,
    die Berichte für die Zeitung schafft.

    Ist dieses Tun gar meisterhaft,
    ist Journalismus Wissenschaft.
    Im Lexikon steht dann wohl richtig,
    die Wissenschaft heißt Journalistik.

    Die Zeitungen druckt ein Verlag.
    Zeitungen gibt's am Wochentag
    und auch Sonnstags gibt es „Blätter",
    eigentlich bei jedem Wetter.

    Nach Umfang und Erscheinungsweise
    gestalten sich die Verkaufspreise.
    Mal heißt es Zeitung, mal Journal,
    oder auch Zeitschrift, je nach Wahl.

    Alle Tageszeitungen zusammen
    haben gemeinsam einen Namen:
    Presse werden sie genannt,
    das ist im ganzen Land bekannt.

    Auch Du gehörst zur Pressecrew
    und schreibst Berichte immerzu,
    was unbekannt im Zeitungswesen,
    man weiß nicht, wer wird sie lesen.

    Bleib' gesund und bleibe heiter
    und schreib' weiter, immer weiter.
    Herzliche glückwünsche zum Geburtstag.
    © Egon Eisenmann

  • LETZER GRUSS AN DEN VERLEGER
    - NACH UNGEFÄHR ---- WOCHEN -

    Verleger und Lektoren
    hab’n manches um die Ohren
    d’rum habe ich mein Manuskript
    mit grösster Sorgfalt abgeschickt
    samt Rück-Kuvert-dazufrankiert-
    dass in der Hinsicht nichts passiert.

    Nach ungefähr zwölf Wochen
    da wurde mir versprochen:
    Man nähm’ sich nach der Messe Zeit
    für diese Angelegenheit!
    So wartete ich leicht geniert
    hab’ nicht noch mal telefoniert.

    Erst Wochen später fasst’ ich Mut-
    ich gebe zu – es klang ganz gut –
    man sagte mir (ich war bewegt):
    Man hätt’ mein Manuskript „verlegt“….
    ….und könnt’s nicht wieder finden!“
    Ich sah mein Glück entschwinden.

    Nur langsam werd’ ich heller –
    der Reisswolf riss im Keller
    Gedankengut zu Ostergras
    na – wenigstens der Osterhas
    ist hin und her gerissen –
    doch ich fühl’ mich besch……

    Ade – Autorenherrlichkeit –
    nun hab’ ich ohne Ende Zeit
    für Erbsen, Sellerie und Kohl –
    macht’s gut! Erfolg und Glück! Lebt wohl!

    © Renate V. Wagner - Gedicht Verleger

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