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Weihnachtsgedichte - Weihnachtsgrüsse

  • WEIHNACHTSBAUM

    Ein Tännlein aus dem Walde,
    und sei es noch so klein,
    mit seinen grünen Zweigen
    soll unsre Freude sein!

    Es stand in Schnee und Eise
    in klarer Winterluft.
    Nun bringt's in unsre Stuben
    den frischen Waldesduft.

    Wir wollen schön es schmücken
    mit Stern und Flittergold,
    mit Äpfeln und mit Nüssen
    und Lichtlein wunderhold.

    Und sinkt die Weihnacht nieder,
    dann gibt es lichten Schein,
    das leuchtet Alt und Jungen
    ins Herz hinein.
    Fröhliche Weihnachten

  • AUCH SOGAR DER GROSSPAPA
    GEDICHT ZU WEIHNACHTEN

    Morgen kommt der Weihnachtsmann,
    kommt mit seinen Gaben:
    Trommel, Pfeifen und Gewehr,
    Fahn und Säbel und noch mehr,
    ja ein ganzes Kriegesheer
    möcht ich gerne haben!

    Bring uns, liebe Weihnachtsmann,
    bring auch morgen, bringe
    Musketier und Grenadier,
    Zottelbär und Panthertier,
    Roß und Esel, Schaf und Stier,
    lauter schöne Dinge.

    Doch du weißt ja unsern Wunsch,
    kennst ja unsre Herzen.
    Kinder, Vater und Mama
    auch sogar der Großpapa,
    alle, alle sind wir da,
    warten dein mit Schmerzen.
    - Hoffmann von Fallersleben
  • DER STERN LEUCHT ÜBER BETHLEHEM

    Im Stall bei Esel, Ochs' und Rind
    zur Nacht geboren ward das Kind.
    Und wieder still wie ehedem
    der Stern leucht' über Bethlehem.

    Gott in der Höh' sei Preis und Ehr,
    und Fried' den Menschen weit umher.
    Gevatter, schlachte du ein Schwein,
    back Honigbrot, fahr auf den Wein.

    Heiz die Stuben nach Gebühr,
    dass uns das Kindlein ja nicht frier'!
    Wir feiern's mit bei Trunk und Schmaus.
    Die Glock schlägt zwölf. Das Jahr ist aus.
    -
  • WEIHNACHTSSPRUCH

    Es blüht der Winter im Geäst,
    und weiße Schleier fallen.
    Einsam erfriert ein Vogelnest.
    Wie vormals läßt das Weihnachtsfest
    die Glocken widerhallen.

    Es neigt sich über uns der Raum,
    darin auch wir uns neigen.
    Es glänzt der Kindheit Sternentraum.
    Ein neuer Stern blinkt hoch am Baum
    und winkt aus allen Zweigen.

  • HOLDE KUNDE
    WEIHNACHTSGEDICHT

    Lieblich wieder durch die Welt
    geht die holde Kunde,
    die den Hirten auf dem Feld
    Klang aus Engels Munde.

    Welch ein Glanz durchbricht die Nacht
    in des Winters Mitte!
    Welche Freude wird gebracht
    in die ärmste Hütte!

    Wenn die goldnen Stern gelühn
    in des Himmels Ferne,
    leuchten aus dem Tannengrün
    auf viel goldne Sterne.

    Haus an Haus mit hellem Schein
    flammen auf die Kerzen,
    durch die Augen fällt hinein
    Licht auch in die Herzen.

    Sei willkommen, Weihnachtslust,
    uns auf neu beschieden!
    Freude wohn in jeder Brust,
    Auf der Erde Frieden!
    Fröhliche Weihnachts - Tage

  • GEDICHT WEIHNACHTSGLOCKEN

    Hörst du, wie die Glocken klingen?
    Hörst du rings der Lieder Pracht?
    Wieder kommt auf Engels Schwingen
    ernst und still die Heilge Nacht.

    Auf die frosterstarrten Wälder,
    auf der Heide ödes Grab,
    auf die Städte, auf die Felder
    sinkt es wie ein Lenz herab.

    Denn die Liebe ward geboren,
    um zu sühnen jede Schuld.
    Alle selbst die sie verloren,
    nimmt sie auf mit gleicher Huld.

    Komm, o komm zu uns hernieder,
    lang erwartet Gotteskind!
    Gib uns Mut und Tröstung wieder,
    die uns lang entschwunden sind!

    Fröhliche Weihnachten für die ganze Familie
    - Johann Nepomuk Vogl -

  • EIN WAHRHEITSLIED
    - WEIHNACHTSGEDICHTE

    Als Gott der Herr geboren war,
    da war es kalt.
    Was sieht Maria am Wege stehn?
    Ein Feigenbaum.
    „Maria, lass du die Feigen noch stehn,
    wir haben noch dreissig Meilen zu gehen,
    es wird uns spät."

    Und als Maria ins Städtchen kam
    vor eine Tür,
    da sprach sie zu dem Bäuerlein:
    „Behalt uns hier,
    wohl um das kleine Kindelein,,
    es möcht dich wahrlich sonst gereun,
    die Nacht ist kalt."

    Der Bauer sprach von Herzen: „Ja,
    geht in den Stall!"
    Als nun die halbe Mitternacht kam,
    stand auf der Mann:
    „Wo seid ihr denn, ihr armen Leut?
    Dass ihr noch nicht erfroren seid,
    das wundert mich."

    Der Bauer ging da wieder ins Haus
    wohl aus der Scheuer:
    „Steh auf, mein Weib, mein liebes Weib,
    und mach ein Feuer,
    und mach ein gutes Feuerlein,
    dass diese armen Leutelein
    erwärmen sich."

    Und als Maria ins Haus hin kam,
    da war sie froh,
    Joseph, der war ein frommer Mann,
    sein Säcklein holt;
    er nimmt heraus ein Kesselein,
    das Kind tät ein bisschen Schnee hinein,
    und das sei Mehl.

    Es tat ein wenig Eis hinein,
    und das sei Zucker,
    es tat ein wenig Wasser drein,
    und das sei Milch;
    sie hingen den Kessel übern Herd
    an einen Haken, ohn Beschwerd,
    das Müslein kocht.

    Ein Löffel schnitzt der fromme Mann
    von einem Span,
    der ward von lauter Elfenbein
    und Diamant,
    Maria gab dem Kind den Brei,
    da sah man, dass es Jesus sei,
    unter seinen Augen.
    - Des Knaben Wunderhorn -

  • WEIHNACHTSTAGE

    Ich hab' in den Weihnachtstagen -
    ich weiß auch, warum -
    mir selbst einen Christbaum geschlagen,
    der ist ganz verkrüppelt und krumm.

    Ich bohrte ein Loch in die Diele
    und steckte ihn da hinein
    und stellte rings um ihn viele
    Flaschen Burgunderwein.

    Und zierte, um Baumschmuck und Lichter
    zu sparen, ihn abends noch spät
    mit Löffeln, Gabeln und Trichter
    und anderem blanken Gerät.

    Ich kochte zur heiligen Stunde
    mir Erbsensuppe mit Speck
    und gab meinem fröhlichen Hunde
    Gulasch und litt seinen Dreck.

    Und sang aus burgundernder Kehle
    das Pfannenflickerlied.
    Und pries mit bewundernder Seele
    alles das, was ich mied.

    Es glimmte petroleumbetrunken
    später der Lampendocht.
    Ich saß in Gedanken vesunken.
    Da hat's an der Türe gepocht,

    und pochte wieder und wieder.
    Es konnte das Christkind sein.
    Und klang's nicht wie Weihnachstlieder?
    ich aber rief nicht: "Herein"!

    Ich zog mich aus und ging leise
    zu Bett, ohne Angst, ohne Spott.
    Und dankte auf krumme Weise
    Lallend dem lieben Gott.
    - Joachim Ringelnatz -

  • WEIHNACHTSZEIT GEDICHT

    Bald kommt die liebe Weihnachtszeit,
    worauf die ganze Welt sich freut;
    das Land, so weit man sehen kann,
    sein Winterkleid hat angetan.
    Schlaft überall, es hat die Nacht
    die laute Welt zur Ruh gebracht -
    kein Sternenlicht, kein grünes Reis,
    der Himmel schwarz, die Erde weiß.

    Da blinkt von fern ein heller Schein -
    was mag das für ein Schimmer sein?
    Weit übers Feld zieht es daher,
    als ob's ein Kranz von Lichtern wär',
    und näher rückt es hin zur Stadt,
    obgleich verschneit ist jeder Pfad.

    Ei seht, ei seht! Es kommt heran!
    Oh, schauet doch den Aufzug an!
    Zu Roß ein wunderlicher Mann
    mit langem Bart und spitzem Hute,
    in seinen Händen Sack und Rute.
    Sein Gaul hat gar ein bunt Geschirr,
    von Schellen dran ein blank Gewirr;
    am Kopf des Gauls, statt Federzier,
    ein Tannenbaum voll Lichter hier;
    der Schnee erglänzt in ihrem Schein,
    als wär's ein Meer von Edelstein. -

    Wer aber hält den Tannenzweig?
    Ein Knabe, schön und wonnereich;
    es ist nicht ein Kind von unsrer Art,
    hat Flügel an dem Rücken zart. -
    Das kann fürwahr nichts andres sein,
    als wie vom Himmel ein Engelein!
    Nun sagt mir, Kinder, was bedeut'
    ein solcher Zug in solcher Zeit? -
    Was das bedeut? Ei, seht doch an,
    da frag ich grad beim Rechten an!
    Ihr schelmischen Gesichterchen,
    ich merk's ihr kennt die Lichterchen,
    kennt schon den Mann mit spitzem Hute,
    kennt auch den Baum, den Sack, die Rute.

    Der alte bärt'ge Ruprecht hier,
    er pocht' schon oft an eure Tür.
    Droht' mit der Rute bösen Buben,
    warf Nüss' und Äpfel in die Stuben
    für Kinder, die da gut gesinnt. -
    Doch kennt ihr auch das Himmelskind?
    Oft bracht' es ohne euer Wissen,
    wenn ihr noch schlieft in weichen Kissen,
    den Weihnachtsbaum zu euch ins Haus,
    putzt' wunderherrlich ihn heraus;
    Geschenke hing es bunt daran
    und steckt' die vielen Lichter an;
    flog himmelwärts und schaute wieder
    von dort auf euren Jubel nieder.

    O Weihnachtszeit, du schöne Zeit,
    so überreich an Lust und Freud'!
    Hör doch der Kinder Wünsche an
    und komme bald, recht bald heran,
    und schick uns doch, wir bitten sehr,
    mit vollem Sack den Ruprecht her.
    Wir fürchten seine Rute nicht,
    wir taten allzeit unsre Pflicht.
    Drum schick uns auch den Engel gleich
    mit seinem Baum, an Gaben reich.
    O Weihnachtszeit, du schöne Zeit,
    worauf die ganze Welt sich freut!

  • DER CHRISTMARKT
    WEIHNACHTSGEDICHT

    Welch lustiger Wald um das hohe Schloß
    hat sich zusammen gefunden,
    ein grünes, bewegliches Nadelgehölz
    von keiner Wurzel gebunden!

    Anstatt der warmen Sonne scheint
    das Rauschgold durch die Wipfel.
    Hier backt man Kuchen, dort brät man Wurst,
    das Räuchlein zieht um die Gipfel.

    Der eine kauft ein bescheidnes Gewächs
    zu überreichen Geschenken,
    der andere einen gewaltigen Strauch,
    drei Nüsse daran zu henken.

    Und kommt die Nacht, so singt der Wald
    und wiegt sich im Gaslichtscheine,
    da führt die ärmste Mutter ihr Kind
    vorüber dem Zauberhaine.
    Fröhliche Weihnachten

  • WEIHNACHTSFEST

    Nun ist das Fest der Weihenacht,
    das Fest, das alle glücklich macht,
    wo sich mit reichen Festgeschenken
    Mann, Weib und Greis und Kind bedenken,
    wo aller Hader wird vergessen
    beim Christbaum und beim Karpfenessen,
    und Groß und Klein und Arm und Reich,
    an diesem Tag ist alles gleich.

    So steht's in vielerlei Varianten
    in deutschen Blättern. Alten Tanten
    und Wickelkindern rollt die Zähre
    ins Taschentuch ob dieser Märe.
    Papa liest's der Familie vor,
    und alle lauschen und sind Ohr.
    Ich sah, wie so ein Zeitungsblatt
    ein armer Kerl gelesen hat.
    Er hob es auf aus einer Pfütze,
    dass es ihm hinterm Zaune nütze.

  • WEIHNACHTSTRAUM
    GEDICHT ZU WEIHNACHTEN

    Ich lag und schlief; da träumte mir
    ein wunderschöner Traum:
    Es stand auf unserm Tisch vor mir
    ein hoher Weihnachtsbaum.

    Und bunte Lichter ohne Zahl,
    die brannten ringsumher;
    die Zweige waren allzumal
    von goldnen Äpfeln schwer.

    Und Zuckerpuppen hingen dran;
    das war mal eine Pracht!
    Da gab's, was ich nur wünschen kann
    und was mir Freude macht.

    Und als ich nach dem Baume sah
    und ganz verwundert stand,
    nach einem Apfel griff ich da,
    und alles, alles schwand.

    Da wacht' ich auf aus meinem Traum,
    und dunkel war's um mich.
    Du lieber, schöner Weihnachtsbaum,
    sag an, wo find' ich dich?

    Da war es just, als rief er mir:
    "Du darfst nur artig sein;
    dann steh' ich wiederum vor dir;
    jetzt aber schlaf nur ein!

    Und wenn du folgst und artig bist,
    dann ist erfüllt dein Traum,
    dann bringet dir der heil'ge Christ
    den schönsten Weihnachtsbaum.

  • STERNE FUNKELN -
    DER HIMMEL ERGLÜHT

    Kein Sternchen mehr funkelt,
    Tief nächtlich umdunkelt
    Lag Erde so bang;
    Rang seufzend mit Klagen
    Nach leuchtenden Tagen,
    Ach, harren ist lang.

    Als plötzlich erschlossen,
    Vom Glanze durchgossen,
    Der Himmel erglüht,
    Es sangen die Chöre:
    Gott Preis und Gott Ehre!
    Erlösung blüht.

    Es sangen die Chöre:
    Den Höhen sei Ehre,
    Dem Vater sei Preis,
    Und Frieden hienieden,
    Ja Frieden, ja Frieden
    Dem ganzen Erdkreis!
    - Clemens Brentano -

 

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