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Christliche Ostergedichte

Christliche Ostergedichte
  • AUFERSTEHEN

    Ostern, Ostern, Auferstehn.
    lind und leis die Lüfte wehn.
    Hell und froh die Glocken schallen,
    Osterglück den Menschen allen!
    - Volksgut –
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  • OSTERLEGENDE

    Herrgott-Vater - in der Osternacht
    hat er sich heimlich auf den Weg gemacht.
    Schreitet er über das Land nach heiligem Brauch.
    Jesus Christus folgt ihm, Maria auch.

    Über Äcker und Wiesen wallen sie hin.
    Einer weiß um des anderen Weg und Sinn.
    Und wo die Erde berührt Marias Fuß,
    Öffnen Marienblümchen sich ihr zum Gruß.

    Und wohin Jesus Christ seine Augen schlägt,
    Es in allen Knospen sich drängt und bewegt.
    Herrgott-Vater schreitet den Bauernpfad
    Über den Acker .Hinter ihm keimt die Saat.

    Und so schreiten sie hin, die heiligen drei,
    Auf dass Acker und Wiese gesegnet sei.
    Und so schreiten sie hin nach heiligem Brauch:
    Herrgott, Jesus Christ - und Maria auch.
    - Hermann Claudius -
  • OSTERGEDICHT

    Vom Münster Trauerglocken klingen,
    Vom Tal ein Jauchzen schallt herauf.
    Zur Ruh sie dort dem Toten singen,
    Die Lerchen jubeln: Wache auf!

    Mit Erde sie ihn still bedecken,
    Das Grün aus alten Gräbern bricht,
    Die Ströme hell durchs Land sich strecken,
    Der Wald ernst wie in Träumen spricht.

    Und bei den Klängen, Jauchzen Trauern,
    Soweit ins Land man schauen mag,
    Es ist ein tiefes Frühlingsschauern
    Als wie ein Auferstehungstag.
    - Joseph von Eichendorff -
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    BLEICHE ZIONSTÖCHTER, ANEMONEN

    Wie die Frauen
    Zions wohl dereinst beim matten Grauen
    Jenes Trauertags besammen standen,
    Worte nicht mehr, nur noch Tränen fanden.

    So noch heute,
    stehen als in ferne Zeit verstreute
    bleiche Zionstöchter, Anemonen,
    in des Nordens winterlichen Zonen:

    Vom Gewimmel
    Dichter Flocken ist er trüb der Himmel.
    traurig stehen sie die Köpfchen hängend,
    und in Gruppen sich zusammendrängend.

    Als einsam
    zehn und zwölfe hier so leidgemeinsam,
    da und dort verstreut auf grauer Öde,
    weiße Tüchlein aufgebunden Jede.

    Also trauernd,
    innerlich vor Frost zusammenschauernd,
    steht alljährlich sie als Klagebildnis,
    in des winterlichen Waldes Wildnis.

    Du Erdenelend aber sollst nicht düstern
    mit deinen rohen tückischen Geschwistern
    die Tempelburgen hoher Gottesstirnen
    der Erdgehügel diamantne Firnen.
     - Christian Wagner
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  • CHRIST LAG IN TODESBANDEN

    Christ lag in Todesbanden,
    für unsere Sünd' gegeben,
    der ist wieder erstanden
    und hat uns bracht das Leben.
    Des wir sollen fröhlich sein,
    Gott loben und dankbar sein
    und singen Halleluja.
    Halleluja.

    Den Tod niemand zwingen konnt
    bei allen Menschenkindern;
    das macht alles unsre Sünd;
    kein Unschuld war zu finden.
    Davon kam der Tod so bald
    und nahm über uns Gewalt,
    hielt uns in sein'm Reich gefangen.
    Halleluja.

    Jesus Christus, Gottes Sohn,
    an unser Statt ist kommen
    und hat die Sünd' abgetan,
    damit dem Tod genommen
    all sein Recht und sein Gewalt;
    da bleibt nichts denn Tods Gestalt,
    den Stachel hat er verloren.
    Halleluja.

    Es war ein wunderlich Krieg,
    da Tod und Leben rungen
    das Leben behielt den Sieg,
    es hat den Tod verschlungen.
    Die Schrift hat verkündet das,
    wie ein Tod den andern fraß,
    ein Spott aus dem Tod ist worden.
    Halleluja.

    Hie ist das recht Osterlamm,
    davon wir sollen leben,
    das ist an des Kreuzes Stamm
    in heißer Lieb gegeben.
    Des Blut zeichnet unsre Tür,
    das hält der Glaub dem Tod für,
    der Würger kann uns nicht rühren.
    Halleluja.

    So feiern wir das hoh' Fest
    mit Herzensfreud und Wonne,
    das uns der Herr scheinen lässt.
    Er ist selber die Sonne,
    der durch seiner Gnaden Glanz
    erleuchtet unsre Herzen ganz;
    der Sünden Nacht ist vergangen.
    Halleluja.

    Wir essen und leben wohl
    zum süßen Brot geladen,
    der alte Sauerteig nicht soll
    sein bei dem Wort der Gnaden.
    Christus will die Kost uns sein
    und speisen die Seel allein;
    der Glaub will keins andern leben.
    Halleluja.
    - Martin Luther -

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